Woher kommt die Redewendung "Alles in Butter"?

未能成功加载,请稍后再试
0/0

【解析】die Butter 黄油

"Es ist alles in Butter" ist eine beliebte Redewendung, die aber wenig mit dem Essen zu tun hat, sondern ausdrückt, dass alles in Ordnung ist. "Es ist alles in Butter" 是一个很受欢迎的固定用法,但它的含义与食物无关,而 是指一切就绪,一切顺利。

【例句】Wir haben das Problem verstanden und jetzt ist alles in Butter.

【翻译】我们了解这个问题,现在一切顺利。


Die Franzosen sagen "Ça rentre comme dans du beurre"! , wie in weiche Butter eindringen. Wenn ihnen etwas leicht von der Hand geht. Das klingt logisch.

Die Deutschen sagen "Alles in Butter", um auszudrücken, dass es ihnen wunderbar geht, dass es kein Problem gibt, und alles in bester Ordnung ist. Das klingt weniger logisch.

Unsere Nachforschungen führen uns zunächst in Europa des Mittelalters, wo die Händler ihre Waren noch auf einfachen Pferdekarren von A nach B schaffen.

Um Porzellan und Glaswaren feil über die Bergpässe von Italien nach Deutschland zu bringen, legen die Händler sie in Fässer mit geschmolzener Butter, die die zerbrechlichen Gegenstände nach dem Erhärten sicher umschließt.

Auf die idee muss man erst mal kommen. So kann das fast durchgeschüttelt werden. Und sogar vom Wagen Rollen, ohne dass etwas kaputt geht.

Auf die besorgte Frage bei der Ankunft, ob denn auch alles heil angekommen sei. Antworteten die deutschen Händler dann ganz lakonisch "Alles in Butter".

Tija, wir wollen hoffen, dass diese Transporte nur in der kalten Jahreszeit vorgenommen wurden. Eine andere Erklärung führt uns ins neunzehnte Jahrhundert.

In ganz Europa treibt die Industrialisierung die Landbevölkerung massenweise in die Städte. Viele Bauern versuchen ihr Glück in den Fabriken und geben ihre Höfe auf. Dadurch wird immer weniger Butter hergestellt und der Butterpreis steigt rapide an.

Kein Geringerer als Napoleon der dritte nimmt sich der Sache an. Für die Butterversorgung seines Heeres muss er nämlich plötzlich eine Menge Geld hinblättern.

Trotzdem gelingt es ihm aber nicht, die nötige menge Butter zur Kräftigung seiner Soldaten zu beschaffen. Also schreibt er Hunderttausend Goldfranken als Preis für die Erfindung eines günstigen Butt-Ersatzes aus.

Das Rennen macht der Chemieker Hippolyte Mège-Mouriès mit einem neuartigen Streichfett, das aus Magermilch und Rindertalg besteht. Seine Kreation benennt mit einer Wortneuschöpfung, aus Marga, Griechisch für Perle und dem Fettalkohol Glycerin wird die Bezeichnung Margarine, die sie alle kennen.

Der Butter-Ersatz wird bald über die grenzen Frankreichs hinaus vertrieben und hält Ende des neunzehnten Jahrhunderts auch in Deutschland Einzug. Ihm haftet jedoch das Image einer schlechten Kopie an,

Um zu verhindern, dass die billige Margarine dem Verbraucher als gute Butter untergejubelt wird, er lässt Kaiser Wilhelm der zweite 1897 sogar ein Gesetz.

Margarine muss durch einen roten Signal streifen auf der Verpackung kenntlich gemacht werden. Und darf nicht in Ziegelform wie die Butter sondern nur in Würfelform oder als Stumpfe Kegel verkauft werden.

Wie aber weiß der Gast im restaurant, woran er isst. Tja, da wären wir wieder bei dem Ausdruck "Alles in Butter" angekommen.

Diesen Spruch hat sich nämlich so manch ein Gastwirt zu eigen gemacht, um damit zu werben, dass alle seine Speisen mit der guten alten Butter zubereitet werden.

Die Devise "Alles in Butter" ist bald in aller Munde und wird im Laufe der Zeit zum geflügelten Wort für allgemeines Wohlbefinden.