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第一季-01 城市Stadt 1-5 罗滕堡&慕尼黑

Rothenburg ob der Tauber.

Im Mittelalter ebenfalls Freie Reichsstadt.

Heute würde man sagen, ein Stadtstaat, mit eigenem Recht, eigener Währung und eigenen Maßen.

Die Mauern diese Städte sollten Feinde abwehren, aber auch den Ansturm der Habenichter und Hungerleider vom Lande.

Im März 1945 wurde Rothenburg bombardiert.

40% der Altstadt wurden zerstört, und anschließend mit amerikanischem Spendengeld wieder aufgebaut.

Im Mittelalter galt der Wahrspruch: "Stadtluft macht frei!"

Doch es hatte lebensgefährliche Schattenseiten, ein Städter zu sein.

ln der Stadt waren die Lebenden es sich nicht angenehm.

Es gab keine gesicherte Zufuhr von Wasser, was man trinken könnte.

Es gab Müll und Dreck, und Krankheiten, Pest und solche Epidemie immer wieder.

Also. Das Leben in der Stadt war gefährlicher als auf dem Land bis ins 19. Jahrhundert hinein.

Man hat in Bayern die Redewendung gehabt "Nach München reisen und meint damit sein Testament machen".

Wer heute am Münchener Hauptbahnhof ankommt, muss vielleicht Taschendiebe befürchten, aber nicht mehr Pest und Cholera.

Vom Turm des St. Peter genießt man frische Luft und den Blick auf das Münchner Rathaus.

Kaum eine Stadt schaut so adrett aus wie München.

Am Hofgarten nahm es seinen Anfang. Das 2400 Kilometer lange Netz der Abwasserkanäle unter München.

Und hier, im Klärwerk Gut Groß-Lappen, enden die meisten von ihnen, in der größten kommunalen Kläranlage Deutschlands.

Ohne diese Symphonie der Kloaken wäre es unmöglich, eng an eng in unseren Städten zu leben.

1854 starb die bayrische Königin Therese bei einer der Cholera-Epidemien in München.

Und weil der Tod der armen Leute damit auch von den Monarchen nicht mehr haltmachte, begann man sofort mit dem Bau des Abwassersystems.

Dass heute Kinder im Springbrunnen am Stachus herumtollen können, dass man in der Isar planschen kann, im Eisbach im Englischen Garten oder im Giesinger Freibad, alles nur, weil unsichtbare Kanäle unseren Dreck wegschaffen uns mit Energie und Frischwasser versorgen.

Ein alltägliches Wunder.

Die Tatsache, dass die Grundrisse, die historischen Grundrisse bis heute meistens noch gut zu erkennen sind, hat viel mit der Stadt unterhalb der Stadt zu tun.

Mit der lnfrastruktur, mit den Kanälen, mit den Energienetzen, die irgenwann eingebaut wurden, im 19. Jahrhundert und die nicht leicht veränderbar sind.

Man müsste heute, wenn man das nachdrücklich korrigieren wollte, eigentlich die ganze Stadt aufgraben und völlig neu planen.

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