Unsere Wälder (1/3): Die Sprache der Bäume

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森林,是一个独立的宇宙,里面隐藏着各种不可思议。人们在其中散步、运动、采摘 ... 成为我们生活中不可缺少的一部分。然而,从2019年9月至今澳大利亚森林被山火烧毁数十万公顷,看着一棵棵倒下去的大树,想到《我们的森林》里的一句话:我们种树,意味着我们思考未来。德国纪录片《我们的森林》推荐给大家,隔着屏幕,看着满屏的绿色,都能感觉到宁静。希望有一天,澳大利亚森林这片土地能再次长满树木。



1948. Eine amerikanische Douglas C-47 auf dem Weg nach West-Berlin. Die US-Piloten haben eine ungewöhnliche Ladung an Bord. Der Flieger bringt Baum-Schösslinge für den Berliner Tiergarten. Dort sind nach dem Krieg von 200.000 Bäumen gerade mal 700 stehengeblieben.

Die Sowjetunion, die den Ostteil der Stadt besetzt, will ganz Berlin und hat alle Wege in den Westteil der Stadt abgeriegelt. Die Amerikaner und Briten in den Westsektoren aber richten eine Luftbrücke ein. Alles, was die Stadt braucht, wird per Flugzeug eingeflogen.

Lebensmittel, Kohle, Rohstoffe und sogar Bäume. Alle drei Minuten donnert eine dieser Propeller-Maschinen am Flughafen Tempelhof herunter. Sie bringen täglich 3000 Tonnen Fracht.

Bürgermeister Ernst Reuter greift persönlich zum Spaten. Wiederaufforstung per Flugzeug? In Zeiten größter Not, wo selbst Lebensmittel rationiert sind? Gibt es ein Volk, das verrückter nach seinem Wald ist, als die Deutschen?

Kein Dichter, kein Psychologe wird erklären können, was das ist mit den Deutschen und ihrem Wald. Unsere Kindheit verbringen wir mit wohligem Grusel unter Bäumen. Mit Geschichten von bösen Wölfen und krummen Hexen.

Hier errichteten die Gebrüder Grimm unsere Märchenschlösser. Und wenig später wurde auch Burg Hohenzollern dort erbaut, wo die Dichter und Denker der Romantik das Herzstück deutscher Identität entdeckt hatten. Auch König Ludwigs Märchenschloss liegt natürlich im Wald. Oder die Wartburg, wo Luther einst die Bibel übersetzte. Im Wald schlugen unsere Vorfahren die mächtigen Römer.

Und 2000 Jahre später thront Hermann der Cherusker noch immer über dem Teutoburger Wald. An den Kreidefelsen von Rügen stand Caspar David Friedrich und malte uns Deutschen die Romantik ins Bewusstsein. Im Schatten der Buchen des Jasmund-Waldes.

Doch bei aller Liebe wissen wir noch immer erstaunlich wenig über das deutscheste aller Landschaftskleider: Über das unsichtbare Netzwerk der Pilze etwa. Oder die flüchtigen Moleküle, mit denen Bäume miteinander reden. Über Baumkinder, die im Grünschatten des Waldes von ihren Eltern durchgefüttert werden. Über die Chefetage des Kronendachs oder die Winzlinge der Müllabfuhr.

In einer Handvoll Walderde finden sich mehr Lebewesen als es Menschen auf der Erde gibt. Auch ganz ohne romantische Überhöhung: Der Wald steckt voller Wunder. Er ist ein eigenes Universum, in dem vieles für uns unsichtbar ist. Tag und Nacht werden Botschaften ausgetauscht.

Doch die Wesen des Waldes benutzen eine Sprache, die selbst Wissenschaftler erst nach und nach entschlüsseln. Bäume etwa ändern nachts ihren Durchmesser und ihr bioelektrisches Potenzial. Fast wie unsere Meere scheinen sie auf den Zyklus des Mondes zu reagieren.

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